130 Jahre AW Stendal

Anlässlich des 130-jährigen Bestehens des Ausbesserungswerkes Stendal öffnete Alstom am 15.11.2003 die Türen,
um den Besuchern Eindrücke ihrer Arbeit zu vermitteln.
Jahr 2002 war das Werk von der Schließung bedroht, konnte jedoch gerettet werden.

Ich habe mich dort für Euch umgesehen, hier das Ergebnis:


Wir sind hier in der Getriebe- und Achsgetriebewerkstatt.
Hier werden selbige aufgearbeitet und geprüft.


Auf diesem Prüfstand können die Getriebe getestet werden,
da sie vor dem Einbau bestimme Normen erfüllen müssen.
Die obere orangefarbene Welle kommt in der Lok vom Motor, die untere Welle
(gerade noch zu sehen unter dem grünen Tragegestell) führt zu den Achsgetrieben.


Ersatzwellen ...


... und fertige Radsätze.
Diese hier sind für Fahrzeug mit Scheibenbremsen bestimmt,
deswegen sind die Räder bis auf den Einlas des Sprengringes geschlossen.


Radsätze für Fahrzeuge ohne Scheibenbremse (hier für 212 247).


Die eigentliche Strecke zur Bearbeitung von Teilen der Radsätze wurde demontiert.
Deshalb wurden einige ältere Drehmaschinen angeschafft, die jedoch in ihrer Funktion ausreichen.


Die aufgearbeiteten Achslagerhalterungen für die DB - V 100.


In der "Nostalgieabteilung" steht diese V 180 der Uwe Adam Eisenbahnverkehrsunternehmen GmbH.


Auch die Triebköpfe des TEE ( 601 008 und 601 014) werden hier aufgearbeitet.


Welcher Triebkopf welche Nr. hat war nicht bekannt, beide sollen aber das Werk noch in diesem Jahr
verlassen und bekommen bis dahin auch sicher noch ihre Kennzeichnung.


Die BR 202 war ursprünglich von der Federung her auf Strecken mit Schienenstößen konzipiert.
In der heutigen Zeit der geschweißten Schienen schaukelt sich die Lok immer mehr auf
und wurde deshalb auf 80 km/h begrenzt.
Mit Hilfe dieser Kippvorrichtung können die Rahmen gedreht werden und durch verschiedene Umbauten
so hergerichtet werden, dass eine Geschwindigkeit von 100 km/h möglich ist.
Die Änderungen sind an den neu montierten, rostfarbenen Teilen zu sehen.


Dieses gelbe Teil dient zur Gleichgewichtsherstellung beim Transport der Rahmen.


Das in Aufarbeitung befindliche Führerhaus der 202 778.
Diese Lok werden wir auch in der Lokfertigung noch sehen.


Links der Vorbau von 202 778, rechts der von 211 051 (ebenfalls noch in der Lokfertigung zu sehen).


Drehgestelle einer DB - V 100.


Wir befinden und jetzt in der Fertigungshalle.
Hier stehen die starken Caterpillar- Motoren zum Einbau bereit ...


... sowie neue Kühlersektionen.


Leider durch einen Zaun versperrt: die NEG 03.
Als Besonderheit wäre hier noch erwähnenswert, dass die Montagebereiche keine Zufahrten haben.
Die Loks werden auf einem separatem Zufahrtsgleis in die Halle und von dort mit einem Kran auf ihre Montageplätze gebracht.


V203.2 der OHE.
Die Fahrzeuge werden z. Z. in der alten Lackiererei neu lackiert,
eine neue Strecke ist derzeit im Bau befindlich.


Auch in Bearbeitung die Lok 4 der PCK Raffinerie GmbH.


Hier die Frontansicht.


Wie bereits erwähnt ist auch 202 778 hier anzutreffen, bereits mit neuem Motor ausgestattet.


Hier ist die 211 051 der EfW, deren Verkleidung wir schon gesehen haben.


Leider nicht ganz auf das Foto passte diese V100: 1001 der BTE.


Im Außenbereich waren auch einige interessante Fahrzeuge zu sehen, so z.B. der VT 401 der eurobahn, ...


... V130.2 der OHE, ...


... V180 392 der Uwe Adam Eisenbahnverkehrsunternehmen GmbH, ...


... und ihre kleine Schwester.


Im öffentlich leider nicht zugänglichen Abstellbereich standen neben vielen anderen 212 130, ...


... 212 256, dahinter 202 335, ...


... 212 005, um nur einige Vertreter zu nennen, denen die Ehre eines Foto zuteil wurde.

Alles in allem ein doch interessanter Tag, auch wenn ich mir gewünscht hätte,
dass alle Teile der Lokfertigung sowie das Außengelände begehbarer gewesen wären.

Bis bald!