IX. Dampfloktage in Meiningen

Am 06. und 07. September 2003 fanden in Meiningen die IX. Dampfloktage statt.

Ich habe diese Gelegenheit genutzt, um mich einmal im Dampflokwerk umzuschauen und die Arbeit der dort beschäftigten Mitarbeiter kennen zu lernen.

Doch zunächst einmal: Ihr glaubt gar nicht, aus wie viel Teilen so eine Dampflok besteht, deshalb möchte ich Euch hier nur einen kleinen Eindruck vermitteln, was dort gemacht wird.

Wer selbst Interesse an einer Führung hat, dem kann ich nur die Homepage des Dampflokwerk empfehlen, dort erfahrt Ihr weitere Einzelheiten: http://www.dampflokwerk.de

Beginnen wir nun mit der "Führung":


Hier ist der Rest der 01 118 zu sehen, die zur Zeit aufgearbeitet wird.
Rechts daneben ist tlw. die 35 1097 zu sehen, die nach ihrem Rangierunfall in Chemnitz - Hilbersdorf repariert wird.


Zu Wartungszwecken hier: Die Lok "Der Adler". 
Unter anderem werden Arbeiten an ihrem Kessel durchgeführt.


Neben Dampfloks werden hier auch Dieselloks und Waggons aufgearbeitet.
Hier zu sehen eine MEG  - V 346.


Das Innenleben der MEG - Lok.


Radsätze der verschiedenen Loks.
Am 2. und 3. Radsatz von vorn sind "Hallsche Kurbeln" zu sehen,
die bei Dampf- oder Dieselloks mit Außenrahmen
zum Einsatz kommen (zB. Mallet - Loks der Harzer Schmalspurbahn).


Ein Rad besteht aus einem Grundkörper, einem Sprengring und einem Radreifen.
Mit dieser Maschine werden die Radreifen montiert bzw. demontiert.


Die Radreifen werden auf die benötigten Maße gedreht.


Hier lassen sich die Achsschenkel bearbeiten.


Wir sind nun in der Kesselschmiede angekommen.
Das Dampflokwerk stellt neben anderen Teilen auch Kessel selber her.
Mit dieser Walze werden die Kesselkörper gefertigt.


Der alte Kessel der 29 013 ...


... und hier der neue Kessel. Die vielen Löcher sind für die Stehbolzen bzw. Gelenkstehbolzen nötig,
die den Abstand des Stehkessels zur Feuerbüchse fixieren.
Diese werden dann nach genauen Vorgaben eingeschweißt.
Da die Gelenkstehbolzen in gewissem Maße beweglich sind müssen sie noch mit den
halbkugelförmigen Abdeckungen druckdicht verschlossen werden.


Ein Blick in den Kessel: Es gibt zwei verschiedene Rohre, durch die die heißen Abgase laufen:
Die Heizrohre (in den kleineren Bohrungen) und die Rauchrohre (die größeren Bohrungen).


In den Rauchrohren ...


... liegen die Überhitzerelemente, durch die der im Kessel entstandene Nassdampf weiter aufgeheizt wird.


Auch Federn werden in verschiedenen Größen für die Fahrzeuge benötigt.


An dieser Vertikalbohrmaschine können die Kuppelstangen bearbeitet werden ...


... die hier in verschiedenen Größen und Formen zu sehen sind.


Dampfloks müssen regelmäßig geschmiert werden. Dazu sind diese Rohre da.
Aber auch für Sand usw. werden sie an der Lok montiert.
Im Vordergrund alte Leitungen, auf dem Regal die neuen.


Hier sind die größeren Treibradsätze zu sehen.


Vor dem Verlassen der Werkshalle begegnet uns noch einmal die 29 013 - der Rahmen der Lok.

Das waren alle Bilder von der Werkshalle.
Wer möchte, kann mich nun ins Außengelände begleiten, wo anlässlich des IX. Dampfloktages
zahlreiche Fahrzeuge, aber auch Besucher zu Gast waren.