Dampfsonderzug zur Mansfelder Bergwerksbahn

Am 04. Oktober 2003 lud das Eisenbahnmuseum Bayerischer Bahnhof zu Leipzig e.V. zu einer herbstlichen Sonderzugfahrt mit Dampflok 52 8154 nach Klostermansfeld ein.
Mit angeboten wurde dabei eine Besichtigung der MaLoWa - Bahnwerkstatt sowie eine Fahrt mit der Mansfelder Bergwerksbahn.
Diese Gelegenheit konnte ich mir natürlich nicht entgehen lassen, um Euch wieder einmal ein paar neue Bilder präsentieren zu können.

Die Fahrt begann in Leipzig-Plagwitz und führte uns über L.-Leutzsch, den Leipziger Güterring, L.-Wiederitzsch, Rackwitz, Krostitz, Krensitz, Delitzsch, Peißen vorbei am Bw nach Halle und dann weiter über Angersdorf, Röblingen am See, Blankenheim nach Riestedt.

Dort wurde unsere Dampflok zum ersten Mal umgesetzt.

Danach ging die Fahrt über Blankenheim zurück und weiter nach Klostermansfeld, wo wir pünktlich um 10:20 Uhr ankamen.

Hier nun meine Eindrücke von unterwegs, der MaLoWa - Bahnwerkstatt und der Mansfelder Bergwerksbahn:



Im Bahnhof Angersdorf war Gelegenheit für ein erstes Foto unseres Zugpferdes,
da es dort galt, einige vorrangige Züge passieren zu lassen.
Leider war das Wetter zu dieser Zeit noch etwas mies, der Nebel im Hintergrund kam nicht von der Dampflok.


Nachdem 52 8154 in Riestedt am Zug vorbeigefahren ist, setzt sie wieder zurück,
um mit dem Tender voran die Fahrt nach Klostermansfeld fortzusetzen.


Nach Ankunft und Wegstellen des Zuges war dann bis etwa 16:00 Uhr
Pause für das Personal und Wasserfassen für die Lok angesagt.


Wir beginnen nun unseren Rundgang durch die Bahnwerkstatt im Strahlraum.
Hier werden die Bleche mit winzigen Stahlkügelchen beschossen, um sie von Schmutz und Rost zu befreien.
Diese Methode hat gegenüber dem Sandstrahlen den Vorteil,
dass die Stahlkügelchen - nachdem sie vom Schmutz getrennt werden - wieder verwendet werden können.
Beim Sandstrahlen muss das komplette Strahlgut entsorgt werden.


Die Mansfelder Bergwerksbahn darf Teile der Bahnwerkstatt mit benutzen,
um ihre eigenen Wagen und Loks instand zu setzen bzw. -zuhalten.
Dazu gehört auch dieser Selbstentladewagen.


Auf dem Weg zur Fahrzeughalle sehen wir diese Oberflur - Schiebebühne.
Diese Bauart hat den Vorteil, dass keine Grube nötig ist
und somit das Gelände auch durch Straßenfahrzeuge befahren werden kann.


99 787 kommt aus Zittau und besitzt derzeit eine Leichtölfeuerung, die sich aber nicht bewährt hat.
Während der Aufarbeitung wird die Lok deshalb auf Kohlefeuerung umgebaut.


Wie man sieht hat der Zahn der Zeit doch schon etwas an ihr geknabbert.


Besonders der Kesselbereich ist betroffen, das anfälligste Bauteil an einer Dampflok.


In der Fahrwerkshalle begegnet uns 99 749, die hier für etwa 45000.- Euro ihre
Hauptuntersuchung hinter sich brachte, welche alle 6 - 8 Jahre fällig ist.
Die Lok ist hier noch ohne Treibstangen, wird aber demnächst komplettiert und soll in ihre Probefahrt absolvieren.
Leider war es ziemlich dunkel in der Halle, so dass das Bild
von nicht allzu guter Qualität ist, ich bitte deshalb um Verzeihung.


In der Schmiede wird dieses Schmiedefeuer noch genutzt um Materialien zu verflüssigen,
aus denen später Lager gegossen werden können.


Dieser elektrische Hammer ist auch eine kleine Besonderheit.
Der Motor erzeugt ein Luftpolster, welches über einen Fußschalter ausgelöst wird.
Wegen der dabei auftretenden Schwingungen wurde ein 4,8 m tiefes Fundament auf den Grundwasserspiegel gesetzt,
um dessen schwingungsdämpfende Eigenschaften zu nutzen.


Neben Loks werden hier auch Personenwagen hergerichtet. Hier zu sehen ein neu aufgearbeitetes Fahrgestell.


Dieser neu aufgearbeitete Kessel gehört zur Lok 99 516, die hier zerlegt auf Plateauwagen überall
im Gelände abgestellt ist, wie gleich noch zu sehen sein wird.


Fahrgestell und Rahmen der Lok, auf den der Kessel in Kürze aufgesetzt werden soll.


Auch hier darf natürlich eine Radreifendrehbank nicht fehlen. Der Meißel wird noch
einige Umdrehungen zurücklegen müssen, bis der Radreifen seine endgültige Form erreicht hat.


Im Freigelände treffen wir nochmals auf 99 516: Das Führerhaus und der Wassertank ...


... sowie der Kohletender mit Zwischenbauten.


Auch Lok 9 der Mansfelder Bergwerksbahn ist mehrmals anzutreffen: Der alte Kessel, ...


... einige Anbauten ...


... der Rahmen ...


... und schließlich hinten die Wassertanks.
Im Vordergrund die Abdeckungen einer WAB V 100, die uns gleich noch begegnen wird.

Das war zunächst der schmalspurige Teil der Bahnwerkstatt.
Aber auch normalspurige Private- und DB - Fahrzeuge werden hier gewartet.

Wie es dort aussieht und Fahrzeuge der Mansfelder Bergwerksbahn sowie
Eindrücke einer Zugfahrt mit derselben seht ihr hier.