Bahntag in Fulda

Am 20. September 2003 fanden bei der Deutschen Bahn AG wieder einige Veranstaltungen statt.
An diesem "Bahntag" wird der Öffentlichkeit Zutritt zu Bereichen gewährt,
wo sonst Schilder wie "Betreten verboten, Bahngelände" und ähnliche stehen.
Ich hatte mich zu einem Besuch des Werk und Bahnhof Fulda entschieden.



In Fulda ist auch ein Tunnelrettungszug stationiert.
Diese V 100 der Baureihe 714 haben spezielle Ausrüstung an Bord,
wie zusätzliche Scheinwerfer, Kamera und Infrarot - Kamera.


Dieser Beamte bewacht nicht etwa die Lok, sondern achtet darauf,
dass keiner der Besucher die Gleise zum Bahnhof überquert.


Ein Tunnelrettungszug besteht aus 2 Transportwagen für die Rettungsmannschaft,
1 Sanitätswagen, 1 Gerätewagen und 1 Löschmittelwagen.
An jedem Ende befindet sich eine V 100 der BR 714.


E 03 001 beehrte an diesem Tag den Bahnhof, um einen Sonderzug abzuholen.


Auf Rangierfahrt


Abfahrbereit mit ihrem grünen Sonderzug.


Auch diese BR 52 pendelte mit einem grünen Sonderzug zwischen Fulda und Gersfeld.


Innerhalb des Geländes pendelte 38 2460 (ehem. P8 2455 Posen),
die Manuel Jußen gehört und von den Eisenbahnfreunden Schwalm-Knüll in Treysa eingesetzt wird
(danke an alle ) mit ihrem Zug, nachgeschoben von einer 714.


Kommen wir nun zu den Bahndienstfahrzeugen, die ebenfalls ausgestellt waren:
Hier 716 002, eine Schneeschleuder. Ihre Höchstgeschwindigkeit beträgt 120 km/h,
die Räumgeschwindigkeit bis max. 80 km/h. Eigengewicht: 80 t.
Die Leistung der Räummotoren: 2 x 605 kW. Die Räumbreite ist veränderbar,
ebenso die Schleuderrichtung. Der Aufbau kann um 180° gedreht werden.


Während der Vorführung wurde die Schneeschleuder gesichert,
damit nicht ein Besucher in die Rotoren gerät.


Bei diesem Schwer-Kleinwagen handelt es sich um einen Turmtriebwagen.
Auf ihm können bis 10 Personen mitfahren, seine Höchstgeschwindigkeit liegt
bei 90 km/h bei einem Eigengewicht von 26 t.


Dieses schwere Nebenfahrzeug ist einer der Nachfolger der BR 702 und nennt sich:
"HIOB" (Hubarbeitsbühnen - Instandhaltungsfahrzeug Oberleitungsanlagen.
Hier können schon 11 Personen mitfahren, Höchstgeschwindigkeit 160 km/h
bei einem Eigengewicht von 78,5 t.


Eines der interessantesten Fahrzeuge war sicher der größte Kran der DBAG.
Er wurde 1977 für 2.795.000,00 DM beschafft. Sein Transportgewicht beträgt 160 t,
sein Eigengewicht 215 t. Die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 100 km/h.
Der Druck seiner Stützen sind max. 193 t.
Der dieselhydraulische Antrieb bringt mit seinem 8-Zylinder Dieselmotor eine Leistung
von 166 PS. Seine 2 anderen Brüder sind in Dortmund und Leipzig stationiert.


Hier der Schutzwagen für den Ausleger.


Wagen fahren an guten Tagen auf den Gleisen, an weniger guten schweben sie darüber.
Während der Vorführung wurde dieser 42 - t - ABm - Wagen kurz angehoben ...


... mit Führungshilfen herumgeschwenkt ...


... und auf einem Nachbargleis wieder rollgerecht aufgesetzt.


Ein Blick in die Halle des Werk Fulda.
Heute werden hier Bremsgruppen aufgearbeitet.


714 012 ruht sich an diesem Tage auf der Montagegrube aus.


Auch Führerstände waren zu besichtigen: von der 146 005 und 426 001.

Mir hat der Tag in Fulda gefallen und ich hoffe, dass die DBAG auch in den
nächsten Jahren wieder einen Bahntag veranstaltet und das der Rettungszug nicht zum Einsatz kommen muss.