Hallo Eisenbahnfans,
hier möchte ich einige Eindrücke von meinen größeren Reisen schildern.

Es sind nicht viele Fahrten, die ich in unternehme, aber ich möchte meine Erlebnisse doch hier festhalten.
Meine Schreibweise ist sicher nicht Pulitzer - Preis - verdächtig, aber lest selbst.

Viel Vergnügen dabei.




03. September 2008, 23:10 Uhr:

Heute bin ich nach Berlin gefahren, um mir einmal den Berliner Hauptbahnhof anzusehen.

Los ging es ab Altenburg mit dem RE 3700.
Die Fahrt war ziemlich ruckelig. Man hat nicht viel von den Gleissanierungsarbeiten gemerkt ...

In Leipzig angekommen ging es nach knapp einer Stunde Aufenthalt mit dem Interconnex nach Berlin weiter.
Bis auf einen Halt wegen eines vorgelassenen Güterzuges verlief die Fahrt ohne Probleme und recht angenehm.

Der Berliner Hauptbahnhof gefiel mir nicht so richtig. Er heißt nicht umsonst Bahnhof der langen Wege.
Dazu finde ich, dass man für die untere Bahnsteigebene etwas mehr Licht hätte einbringen müssen, dort unten ist es doch relativ dunkel.

Die Rückfahrt hatte ich mit dem ICE 1513 reserviert.
Ich habe nicht schlecht gestaunt als die Durchsage kam, dass der Zug heute außerplanmäßig mit nur einem Zugteil verkehrt und mein reservierter Platz nicht mit dabei ist.
Das Zugpersonal war jedoch darauf vorbereit und hat die Fahrgäste mit den Reservierungen des fehlenden Zugteils gebeten, sich zu melden.
Danach wurden Ersatzplätze zugewiesen.
Natürlich dauerten durch die unplanmäßige Zugbildung die Fahrgastwechsel etwas länger, was aber bis nach Leipzig weitgehend wieder herausgefahren wurde.

Von da aus ging es dann mit dem RE 26113 zurück nach Altenburg.
Ein meiner Meinung ganz angenehmer Tag ging zu Ende, obwohl das Reiseziel selbst nicht sooooo sehenswert war.

Bis zum nächsten Mal!




13. September 2007, 20:00 Uhr:

Mein Bahnurlaub 2007 führte mich heute mit dem Bayern - Ticket für 27,00 € von Garmisch - Partenkirchen über Reutte in Tirol, Kempten und den Münchener Hbf wieder zurück nach Garmisch - Partenkirchen.

Der erste Zug von Garmisch - Partenkirchen nach Reutte in Tirol war die RB 5476, ein 426er mit Flachstelle. Und genau über dem Drehgestell mit diesem Radsatz musste ich auch sitzen. Schon erstaunlich, wenn man das Fahrverhalten des Zuges an des Schlägen des Rades erkennen kann... Aber der Ausblick entlohnte für diese Störung. Der Zug war ein wenig ungeeignet für die Beförderung der vielen Wanderer und Radfahrer an diesem schönen Herbsttage.

In Reutte angekommen fielen meine Reisebegleitung und ich aus dem 426er hinaus und in einen 642er hinein, der als RB 5518 nach Kempten (Allgäu Hbf) verkehrte.

Im Vergleich zum ersten Zug war dieser wesentlich leerer und auch wesentlich laufruhiger.
Mit einer relativ gleichmäßigen Verspätung ging es durch bis Pfronten - Ried, wo der Zug fahrplanmäßig 14 Minuten Aufenthalt hat, ohne dass ein Grund in Form eines Gegenzuges erkennbar ist. Bis Kempten (Allgäu) Hbf wurde die Verspätung schließlich aufgeholt.

Nach einem etwas über einstündigem Aufenthalt ging es mit einer "Kühlgarnitur", bestehend aus 2 x 612 als RE 3392, weiter in Richtung München.
Der Zug konnte seine Anfangsverspätung von +3 bis Buchloe nur unwesentlich auf +2 verringern. Dort hieß es wieder einmal: Umsteigen.

Dieses Mal in den RE 32987, mit einer schiebenden BR 218 bespannt.
Die ersten Kilometer fuhr der Zug nach Parallelausfahrt ein Rennen mit dem inzwischen auf 3 Zugteile verstärkten RE 3392.
Zunächst führten die 612er infolge ihrer besseren Beschleunigung, die die 218 jedoch schnell aufholen konnte und sich langsam daran vorbeischob.

Je näher wir München kamen umso größer wurde die Verspätung.
Ist aber auch kein Wunder, überall links und rechts waren nur Gleise und auf München zufahrende Züge zu sehen.

In München vertrieben wir uns noch ein wenig Zeit auf dem Bahnhof.

Meine Reisebegleitung entdeckte eine schwarze Lok auf dem ganz äußeren Gleis abgestellt.
Das musste natürlich näher untersucht werden und entpuppte sich als 3 abgestellte Re484 der MRCE.

Schließlich ging es dann mit der relativ pünktlichen RB 5429 und BR 111 zurück nach Garmisch - Partenkirchen.

Die Besonderheit an dem Zug sollte eigentlich die Lok in der Zugmitte sein.
Leider war das nicht der Fall und der Zug verkehrte in der Reihung 111 + 4 + 2.
In Garmisch - Partenkirchen angekommen wurden die letzten beiden Wagen abgekuppelt.

Insgesamt wurden an diesem Tag 321 Zugkilometer zurückgelegt.

Bis zum nächsten Mal!




25.Juli 2006, 23:50 Uhr:

Heute habe ich einen Ausflug nach Regensburg gemacht, mit dem Sommer - Special - Ticket für 29,00 €.

Los ging es 08.06 Uhr ab Altenburg mit dem RE 17163 bis nach Zwickau (Sachs) Hbf.
Der Zug kam pünktlich in Altenburg an und das blieb bis Zwickau auch so.
Ich habe mich gefreut und nicht geahnt, was mich auf meiner Reise noch erwarten soll.

Auch der IRE 17042 um 09.04 Uhr ab Zwickau ist pünktlich.

Zumindest bis nach Mehltheuer.

Ich sitze rechts und schaue nach dem Signal - und sehe gleichzeitig den Triebfahrzeugführer, der trotz gestellter Ausfahrt durchs Gelände marschiert.
Er macht sich am 2. Triebzug zu schaffen und beschleunigt seinen Schritt auf dem Weg nach vorn in den Führerstand.
Ergebnis dieser Wanderung: Abfahrt mit +5 Minuten.
Bis zur Ankunft in Hof Hbf gab es keine weiteren Störungen und der Zug hat sogar noch 2 Minuten herausgeholt.

Ab Hof ging es mit der BR 610 als RE 3452 um 10.32 Uhr weiter.
Der erste Schock traf mich, als ich beim Einsteigen war:
Der ganze Zug voller Schulkinder, die selbstverständlich nicht gerade leise waren.
Der nächste Schlag folgte kurz danach: Diese Baureihe hat keine Klimaanlage ...
Was soll's - lässt sich (auf die Schnelle) nicht ändern.
Erst mal Fenster auf (soweit es möglich ist ...) und auf Fahrtwind gehofft.
Der wehte auch erst mal kräftig, wurde aber kurz hinter Hof schnell wesentlich weniger - mehrere Langsamfahrstellen.
Den Bahnhof Marktredwitz erreichte ich dadurch mit +4 Minuten.
Während des weiteren Fahrtverlaufes blieb es auch dabei.
Zwischen Neuhaus (Pegnitz) und Hersbruck (r Pegnitz) kamen ohne erkennbaren Grund noch mal 2 Verspätungsminuten dazu,
so dass ich schließlich mit +6 Minuten im Nürnberger Hbf ankam.

Dort hab ich erstaunt mitbekommen, welch schönes Durcheinander Zugverspätungen mit sich bringen können.
Zug A fährt heute nicht vom Bahnsteig 7 sondern 10, Zug B nicht von 10 sondern 13 und Zug C nicht von 13 sondern 7 usw.
Ich hatte noch Glück: Mein Zug, der ICE 91, fuhr vom Nebengleis ab.
Aber keineswegs pünktlich:
"Wegen verminderter Leistung der Zugeinheit hat Ihr Zug voraussichtlich 15 bis 20 Minuten Verspätung!"
Der kam dann auch nach 15 min.
Rein in den Zug, Platznummer der Reservierung gesucht und die frische Luft genossen.
Die Abfahrt ab Nürnberg Hbf mit 18 Verspätungsminuten.
In Postbauer - Heng war erst mal wieder Schluss mit der Reise.
Außerplanmäßiger Halt wegen eines vorausfahrenden Güterzuges.
Der muss auch ziemlich langsam vorwärts gekrochen sein, weil mein Zug fast 10 Minuten stand.
Oder besser gesagt - teilweise stand - ab und zu ist der auch mal ein Stückchen rückwärts gerollt ...
Mit 31 Verspätungsminuten kam ich um 13:58 Uhr in Regensburg Hbf an.

Der Regensburger Hbf hat mir eigentlich gut gefallen, es gibt viel Schatten.
Zugverkehr mit den Baureihen 110, 111, 143, 203, 218, 401, 610, 628 und 642.
Auch die Vogtlandbahn ist hier mit ihren Desiro vertreten.
Durch den Transitverkehr kommen überwiegend Tauri der Baureihen 182 der DBAG und 1116 der ÖBB zum Einsatz.
Ab und zu verirrt sich auch mal eine Privatbahn - Lok her oder andere Baureihen der Raillion.

Für die Rückfahrt hatte ich mir den EC 24 um 16.33 Uhr herausgesucht,
der im ÖBB 1116 - Sandwich und mit österreichischem Wagenmaterial verkehrt.
Der Zug kam auch pünktlich an, leider blieb es nicht dabei.
Kurz vor Deising (Oberpf) der erste Halt und gleich danach vor Neumarkt (Oberpf) noch einmal.
Grund war wieder ein vorausbummelnder Güterzug.
Anstelle der DB würde mir das eigentlich zu denken geben:
Der Zug fährt durch Ungarn und Österreich pünktlich, kaum ist er in Deutschland bekommt er Verspätung.
Nunja, glücklicherweise war ich mit 10 Verspätungsminuten um 17.42 Uhr in Nürnberg Hbf.

Weiter ging es nur 8 Minuten später mit dem RE 3465.
Planmäßig in Nürnberg Hbf abgefahren kam es kurz danach gleich wieder zum Halt:
Mit der schönen, unklimatisierten BR 610 in der Sonne wegen "... einer technischen Signalstörung für ca. 15 bis 20 Minuten.".
Wenn ich so überlege war kaum jemand im Zug, der sich nicht mit irgendwas Luft zugewedelt hat.
Kurz nach der Weiterfahrt hielt der Zug (schon wieder) - na, warum wohl? - wegen Abstand auf einen Güterzug vor Behringersdorf.
In Franken scheinen mehr Güterzüge als Personenzüge unterwegs zu sein ...
Nach einem weiteren Halt vor Velden (b Hersbruck) ging es dann mehr oder weniger zügig (welch ein passendes Wort )
bis nach Hof Hbf voran, wo ich um 20.01 Uhr mit 34 Verspätungsminuten ankam.
Mein Anschlusszug um 19.40 Uhr hatte schon fast Plauen erreicht, wo wenig später der letzte Zug nach Altenburg fuhr.
Der Zugbegleiter des RE hatte uns informiert, dass Anschlussreisende den IC 2161 nach Chemnitz nutzen sollten.

Irgendwie hatte die Signalstörung doch weitergehende Auswirkungen, denn eben dieser Intercity kam schon mit 8 Verspätungsminuten in Hof Hbf an.
Ich habe mich gleich beim Zugbegleiter gemeldet und nach einem Anschluss von Plauen, Reichenbach oder Zwickau nach Altenburg gefragt.
Er meinte jedoch: "Heute nur noch mit dem Taxi."
Sicherlich hat er innerlich gegrinst, als er meinen Gesichtsausdruck gesehen hat.
Er sagte schließlich, ich solle bis nach Zwickau mitfahren und er würde mich und Mitreisende beim Bahnschutz anmelden.

Das klappte auch einwandfrei:
Als ich um 22.02 Uhr mit nur noch 5 Verspätungsminuten in Zwickau (Sachs) Hbf ankam stand der Mitarbeiter des Bahnschutzes schon am Zug und geleitete mich zum Taxi, welches auf dem Bahnhofsvorplatz bereitstand.

Nach der Taxifahrt kam ich dann schließlich um 22:39 Uhr in Altenburg an (geplant war eigentlich 21:23 Uhr).
Alles in allem ein sehr interessanter Ausflug.

Für mich ist der Abend jetzt vorbei, ich gehe schlafen.
Bis zum nächsten Mal!